Typen von Mitarbeitenden: Teil 1 – Die gute Seele – immer für andere da

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Manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine besonders soziale Ader. Sie kennen nicht nur die Geburtstage aller Teammitglieder und deren Kinder, sondern haben stets auch ein offenes Ohr, wenn jemand Frust ablassen muss oder eine Schulter zum Anlehnen braucht. Auch um das körperliche Wohl der Kolleginnen und Kollegen sorgen sie sich, indem sie „einfach mal so“ selbstgebackenen Kuchen für alle mitbringen. Solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat man gern, könnte man sich als Führungskraft denken. Wären da nicht die Schattenseiten dieser „guten Seelen“. 

Angesichts ihrer vielen sozialen Aktivitäten erledigen sie ihre eigentlichen Aufgaben oftmals nur mit Verzögerung. Außerdem unterlaufen ihnen mehr Fehler als anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in gleicher oder ähnlicher Position. Grund dafür ist meistens, dass Kollegen sie um Gefallen und kleine Zuarbeiten bitten, die sie dann bereitwillig ausführen – zu Lasten ihres persönlichen Aufgabenplans und der nötigen Sorgfalt bei der Ausführung. Mitunter fallen die Fehler erst Monate später auf, zum Beispiel in der Buchhaltung, und müssen dann in mühevoller Nacharbeit ausgebügelt werden. 

Als Führungskraft stehen Sie vor einem Dilemma: Im Prinzip schätzen Sie das soziale Verhalten der guten Seele sehr. Sie bringt Wärme und Gemeinschaftsgefühl ins Team. Wenn da nicht die unzureichende Arbeitsleistung wäre, die ein echtes Problem darstellt. Sie fürchten, dass sich die Fehler weiter häufen werden. Also was tun?

Lösungsansatz: Erst die Arbeit, dann das gute Werk

Suchen Sie das Gespräch mit der jeweiligen Person. Betonen Sie unbedingt, wie wertvoll Sie ihr soziales Engagement finden. Erinnern Sie aber auch daran, dass es nicht zu Lasten der Arbeitsergebnisse gehen darf. Bitten Sie sie, in Zukunft darauf zu achten, die eigenen Aufgaben zu priorisieren. Sie sollte es keinesfalls unterlassen, hilfsbereit und sozial zu sein. Jedoch sollte sie zuvor abwägen, ob sie mit den eigenen Aufgaben bereits ausgelastet ist und deshalb keine zusätzlichen Aufgaben annehmen kann. Dafür muss sie lernen, auch einmal Nein zu sagen. Vermutlich wird ihr dies schwerfallen, da sie vom Wesen wenig konfrontativ ist und ablehnende Aussagen scheut. Führen Sie ihr vor Augen, dass ein verändertes Verhalten etliche positive Effekte haben kann. So lässt sich u. a. eine Überlastung vermeiden. Die Freude an der Arbeit kann dadurch steigen. 

Text stammt aus dem Buch Workbook Leadership: Erfolgreich handeln in typischen Führungssituationen von Hadassah Aschoff.
Das Buch zeigt, dass erfolgreiche Mitarbeiterführung je nach Firmengröße, Branche und Mitarbeitercharakteren etwas völlig anderes bedeutet. Auch Firmenhistorie und Vorinhaber können eine wichtige Rolle spielen. Anhand von illustrierten Fallbeispielen – von der Unternehmensorganisation oder dem gezielten Umgang mit verschiedenen Mitarbeiter-Typen bis hin zum Klassiker der Unternehmensnachfolge – werden unterschiedliche Herausforderungen der Mitarbeiterführung und häufige Denkfehler beleuchtet.
Seit 15 Jahren berät die Autorin Unternehmen, seit fast zehn Jahren leitet Hadassah Aschoff das Institut für psychologische Beratung Bildung (IPBB) in Kiel. Ihrem Team und ihr selbst sind alle in diesem Buch vorgestellten Situationen in wechselnden Variationen vielfach begegnet. Um die Herausforderungen optimal anzugehen, ist der Beratungsansatz psychologisch fundiert, berücksichtigt aber gleichzeitig die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Das Buch Workbook Leadership: Erfolgreich handeln in typischen Führungssituationen von  Hadassah Aschoff erhalten Sie im Buchhandel.

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