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Typen von Mitarbeitenden: Teil 7 – Der Störer – Frust ohne Ende

Störer sind weitaus kritischer zu betrachten als Mimosen, Blender oder Sturköpfe. Sie können für Stunk im Unternehmen und darüber hinaus sorgen, weil sie sich viel herausnehmen und verbal gegen andere schießen, seien es Kollegen, Führungskräfte, Kunden oder Geschäftspartner. Der Störer lässt ständig Dampf ab, er meckert und teilt aus.

Zwei Arten von Störern sind zu unterscheiden: Zum einen kann es sich um langgediente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln, die im Prinzip loyal zum Unternehmen stehen. Doch in ihnen hat sich über die Jahre eine große Unzufriedenheit aufgebaut. Oft rührt diese daher, dass sie „den Absprung nicht geschafft haben“ und vermeintlich verpassten Chancen nachtrauern. Ihrem Frust machen sie in Besprechungen, in der Kaffeeküche und anderswo im Arbeitsalltag lautstark Luft. So vergiften sie nach und nach das Klima. Mit der Zeit werden die Verbalattacken sogar heftiger. Versucht man die Störungen zu ignorieren, legen die Verursacher noch eine Schippe drauf.

Zum anderen können es jüngere Beschäftigte mit ungestümer Ader sein. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie aufgrund ihrer vielen kritischen Bemerkungen zum Störfaktor werden. Was aus ihrer Sicht flapsig gemeint ist, nimmt ihre Gegenüber als beißend und negativ wahr.

Lösungsansatz: Ursachen offen ansprechen

Als Führungskraft sollten Sie sich vergegenwärtigen, dass die negativen Kommentare des Störers eine Art Hilfeschrei sind. Er fordert geradezu heraus, dass man ihn auf seine Gefühlslage anspricht. Offenbar sieht er sich nicht in der Lage, die ihn bedrückenden Probleme offen anzusprechen. Gehen Sie also auf ihn zu, und bieten Sie ihm ein Gespräch an. Verbal zu kommunizieren ist an sich kein Problem für den Störer. Deshalb nutzt er diesen Weg ja so intensiv.

Was Sie brauchen, ist Kompetenz in der Gesprächsführung. So kommen Sie den Ursachen, die zum störenden Verhalten geführt haben, auf die Spur. Die Motive und Hintergründe können vielfältig sein: Frust über mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten, Probleme im Privatleben oder eine übermäßige Arbeitsbelastung. Finden Sie es im Gespräch heraus, und diskutieren Sie Lösungswege. Nicht für jedes Problem werden Sie direkt eine Lösung entwickeln können. Aber wahrscheinlich wird der Störer glücklich darüber sein, endlich einmal gehört worden zu sein – und danach sein Verhalten ändern.

Text stammt aus dem Buch Workbook Leadership: Erfolgreich handeln in typischen Führungssituationen von Hadassah Aschoff.
Das Buch zeigt, dass erfolgreiche Mitarbeiterführung je nach Firmengröße, Branche und Mitarbeitercharakteren etwas völlig anderes bedeutet. Auch Firmenhistorie und Vorinhaber können eine wichtige Rolle spielen. Anhand von illustrierten Fallbeispielen – von der Unternehmensorganisation oder dem gezielten Umgang mit verschiedenen Mitarbeiter-Typen bis hin zum Klassiker der Unternehmensnachfolge – werden unterschiedliche Herausforderungen der Mitarbeiterführung und häufige Denkfehler beleuchtet.
Seit 15 Jahren berät die Autorin Unternehmen, seit fast zehn Jahren leitet Hadassah Aschoff das Institut für psychologische Beratung Bildung (IPBB) in Kiel. Ihrem Team und ihr selbst sind alle in diesem Buch vorgestellten Situationen in wechselnden Variationen vielfach begegnet. Um die Herausforderungen optimal anzugehen, ist der Beratungsansatz psychologisch fundiert, berücksichtigt aber gleichzeitig die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Das Buch Workbook Leadership: Erfolgreich handeln in typischen Führungssituationen von  Hadassah Aschoff erhalten Sie im Buchhandel.

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