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Blog: Schüchterne Wintersonne – wie wir dem Blues der dunklen Jahreszeit vorbeugen

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Wird es draußen eisig, nass und jeden Tag noch ein bisschen dunkler, hat uns der winterliche Schweinehund schnell im Griff: Ohne Weckerklingeln schlafen wir zehn Stunden durch und sind trotzdem noch müde. Für Spaziergänge und Ausflüge ist uns das Wetter zu schmuddelig. Auch ins Fitnessstudio bringen uns keine zehn Pferde. Und am Abend kriechen wir mit einer riesigen Tafel Schokolade und einer Tasse Glühwein unter die Sofadecke.

Nicht wenige erwischt dieser Winterblues. Einige leiden sogar am SAD-Syndrom, der Winterdepression. In Fachkreisen auch Seasonal Affective Disorder genannt. Hierbei handelt es sich um eine seit 30 Jahren anerkannte Krankheit, die von einer Depression klar unterschieden werden sollte. Nur ein Beispiel: Depressive Menschen leiden oft unter Schlafmangel, wer dagegen eine Winterdepression hat, kann meist sehr gut schlafen, ja gar nicht genug Schlaf bekommen.

Die Ursache: Unser Vitamin- und Hormonhaushalt kommt im Winter aufgrund des mangelnden Tageslichts leicht durcheinander. Statt positivem Serotonin, produziert unser Körper das ermüdende Melatonin. Außerdem entsteht oft ein Vitamin-D-Mangel, unsere Nervenbahnen transportieren Informationen nicht so flott wie im Sommer und das Immunsystem ist schnell überfordert. Wir werden dauermüde, unleidsam, faul und bekommen nicht nur einen Heißhunger auf Süßes, sondern Lust auf so ziemlich alles, was eigentlich ungesund und unvernünftig ist. Dazu kommen Erkältungen und andere Infektionen, die unser Körper nicht so gut abwehren kann wie im Sommerhalbjahr.

Wichtig ist zu wissen, dass dieser „Ausnahmezustand“ im Rahmen des Normalen ist und in der Regel wieder vorrübergeht. Mit folgenden Tipps können Sie dem Winterblues aber aktiv gegensteuern:

Nutzen Sie jede Minute an der frischen Luft

Auch wenn der Himmel trist und grau erscheint, ist das natürliche Tageslicht besser für unser Wohlbefinden als jedes Kunstlicht. Wenn Sie morgens im Dunkeln zur Arbeit fahren und erst im Dunkeln wieder Feierabend haben, sollten Sie die Mittagspause für einen Spaziergang nutzen. Täglich 30 Minuten sind ein guter Anfang.

Werden Sie aktiv!

Verbinden Sie die Zeit draußen im optimalen Fall mit Sport. Bewegung und Fitness sind bekanntlich effektive Mittel um die gute Laune zu steigern. Schnüren Sie also die Joggingschuhe und trotzen Sie dem Schietwetter. Wenn Sie sich alleine nicht aufraffen können, verabreden Sie sich mit Freunden zum Sport. Durch die Verpflichtung kommen Sie leichter vom Sofa herunter.

Meiden Sie Zucker und Alkohol

Auch wenn es in der Weihnachtszeit schwerfällt, sollten Sie mit Bedacht genießen. Ob Lebkuchen, fetter Weihnachtsbraten oder edler Rotwein… schlemmen Sie all das in gesunden Grenzen. Denn zu viel Zucker und Alkohol sind nachweislich ungesund und schweres Essen macht uns nur noch träger als wir ohnehin schon sind. Empfehlenswert sind gerade in der Winterzeit leichte Speisen wie Salat, Geflügel und Fisch. Zum Knabbern eignen sich übrigens Nüsse am besten, da sie wenig Zucker enthalten. Und für Schokoladenfreunde bietet sich dunkle Schokolade als Ersatz zur deutlich süßeren Vollmilchschokolade an.

Sammeln Sie Glücksmomente

Schreiben Sie jeden Abend die Höhepunkte Ihres Tages auf und blicken Sie bewusst auf alle positiven Erlebnisse und Begegnungen. Damit schärfen Sie Ihre Sinne auch für kleine, zunächst unscheinbare Details, die Sie glücklich machen. Dagegen hat der Trübsinn kaum eine Chance!

Kaufen Sie sich eine Tageslichtlampe

Oder noch besser: lassen Sie sich diese zu Weihnachten schenken. Diese speziellen Lampen können zusätzlich zu den vorangegangenen Tipps sehr nützlich sein, denn ihre Wirkung kommt dem natürlichen Tageslicht am nächsten. Idealerweise verbringen Sie morgens oder vormittags eine halbe Stunde vor der Kunstsonne. Gute Produkte sind ab 100 Euro zu haben.

Wie der Name schon sagt, verfliegen die Symptome der Winterdepression mit dem Frühling wieder. Ärztlich behandelt werden muss diese also nicht zwingend. Wer Körper und Laune trotz unserer Tipps nicht aus dem Winterblues holen kann, sollte zur Sicherheit dennoch besser Rücksprache mit seinem Hausarzt halten und sich ggf. untersuchen lassen. Und für aufbauende Gespräche und neue, sonnige Impulse sind wir vom IPBB natürlich gerne für Sie da!

Ihr IPBB-Team